Die Ursachen von Feuchteschäden (Salzausblühungen, Schimmelbildung, Stockflecken) sind vielfältig. Zu nennen sind unter anderem Abdichtungsmängel, Fehlstellen in der Außenbekleidung, Undichtheiten, Leitungswasser-Schäden, Kondensation, also der Bildung von flüssigem Wasser an den Raumoberflächen.

Zur Ursachenermittlung und Dokumentation steht eine Reihe von Messverfahren zur Verfügung. Unter anderem sind dies die CM-Messung, Widerstands-Feuchte-Messung, Datenlogger zur Feuchte- und Temperaturaufzeichnung.

Auf Grund der Vielfalt der Ursachen ist eine Analyse der vorhandenen Bausubstanz dringend notwendig. Erst hiernach lässt sich ein Sanierungskonzept erarbeiten, in dem sowohl Ursachen, Folgeschäden wie feuchtes Mauerwerk oder Putzschäden sowie Schäden durch Schimmelpilze behoben werden. Eine Sanierung ohne grundlegende Untersuchungen wie z.B. eine Bauzustandsanalyse führt meist nicht zu einem nachhaltigen Erfolg.

Mit Schimmelpilz befallene Oberflächen können direkt durch eine „Abklatschprobe“ geprüft werden. Aussagen zu Salzen können nur durch Probenentnahme festgestellt werden. >> mehr

 

Schimmelbildung durch Baufeuchte

Bei Neubauten werden heute künstliche Austrocknungen durchgeführt, um einen schnelleren Bezug zu ermöglichen. Bei der Altbausanierung jedoch wird die Baufeuchte meistens grob unterschätzt, was dann häufig zur Schimmelbildung führt.

Folge:

  • Bei Schimmelpilzbelastung sind Allergien, Asthma möglich
  • Schimmelpilzsporen bilden leicht flüchtige Stoffwechselprodukte, u.a. einfache Alkohole, Aldehyde, Ketone, Aromaten, Terpene
  • Terpene produzieren Toluol, unterschiedliche Xylole
  • Alle zusammen können -bedingt durch ihre lipophilen Eigenschaften- typische Lösemittelwirkungen im Nervensystem auslösen: Kopfschmerzen, Müdigkeit, Minderung der kognitiven Fähigkeiten, Störungen der Motorik bis zur dauerhaften Schädigung des Nervensystems
  • Typische Indikator-MVOC zeigen nicht sichtbaren Befall an

 

Informationen zum Thema Schimmel

Merkblatt „Feuchte Wände und Schimmelbildung“ des bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie >> 08_Hinweis_Energiesparen_Feuchte_Waende_und_Schimmelbildung_gesichert