Stellungnahmen

In brandschutztechnischen Stellungnahmen werden punktuelle Untersuchungen zu gezielten Fragestellungen bezüglich des Brandschutzes durchgeführt.

 

Brandschutzgutachten

In den Brandschutzgutachten werden bauliche Anlagen / Gebäude auf bauliche, anlagentechnische, abwehrende und betrieblich-organisatorische Erfordernisse hin bewertet.

 

Brandschutznachweis/Brandschutzkonzept

Jedes nicht verfahrensfreie Gebäude benötigt den Nachweis der Einhaltung der baurechtlichen Schutzziele in Form eines Brandschutznachweises oder Brandschutzkonzeptes.

Der Brandschutznachweis ist für Gebäude mit normalen Nutzungen (i.A. Büro- und Wohngebäude) meist ausreichend. Er weist Punkt für Punkt die Einhaltung der Vorgaben der Bauordnung und anderen Rechtsvorschriften nach. Ausgehend von der Lage des Gebäudes auf dem Grundstück, über die Anordnung der Brandabschnitte, die Anforderungen an die Baustoffe der einzelnen Bauteile bis hin zu den Rettungswegen und zuletzt zu den anlagentechnischen Details.

Für Gebäude mit besonderer Nutzung und größere oder komplexere Bauvorhaben werden individuelle und mit den Behörden abgestimmte Brandschutzkonzepte benötigt. Es besteht in der Regel aus einem Textteil, der sich an den Vorgaben des 18-Punkte-Katalogs für Brandschutzkonzepte der Ingenieurkammer Baden-Württemberg orientiert und erläuternden Plänen (Brandschutzvisualisierungspläne).

Auch für Gebäude mit normaler Nutzung, kann ein Brandschutzkonzept notwendig werden, zum Beispiel wenn der Bauherr Abweichungen von Brandschutzanforderungen wünscht und diese mit anlagentechnischen Brandschutzmaßnahmen ausgeglichen werden.

 

Brandschutzkonzept im Bestand

Bestandsschutz:

Ein Gebäude wurde genehmigt und entsprechend der Baugenehmigung errichtet, dann gilt:

  • muss nicht heutigen Vorschriften entsprechen (Ausnahme: konkrete Gefahr im Einzelfall)
  • Bestandsschutz gilt sowohl für Brandschutzkonzepte als auch für einzelne Bauteile/Bauprodukte

Untergang des Bestandsschutzes:

Wurde das Gebäude bei Errichtung nur unvollständig ausgeführt oder sind wesentliche bauliche Änderungen oder Nutzungsänderungen vorgesehen, dann gilt:

Für neue bauordnungsrechtliche Beurteilung sind dann aktuell geltende Gesetze und Anforderungen zu beachten!